Ethik-Richtlinien für leitende, begleitende und beratende Tätigkeiten in unserem Verein.

Als Kooperationspartner des BVPPT haben wir dessen Ethik-Richtlinien übernommen und auf unsere Gegebenheiten angepasst. Sie gelten für alle Tätigkeitsbereiche unseres Vereins. Die männliche Schreibweise (für Counselor gibt es keine weibliche Form) gilt für Frauen und Männer in gleicher Weise.

Ein Counselor erkennt die Würde eines jeden Menschen an.

In der leitenden, begleitenden und beratenden Tätigkeit spielt die innere Haltung des Counselors gegenüber Teilnehmenden und Klienten eine wesentliche Rolle. Hierzu gehören:

das wertschätzende und respektvolle Verhalten

die Aufrichtigkeit

der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung

die Unterstützung der Eigenständigkeit und Selbstverantwortung

Diese Grundhaltung des Counselors ist zentrale Voraussetzung für Counseling.

Die berufliche Beziehung des Counselors ist gegenüber Teilnehmenden oder Klienten durch einen Vertrag mündlich oder schriftlich zu definieren. In diesem Vertrag sind Rahmenbedingungen (u.a. Auftrag, Gebühr, Beginn und Ende des Counseling, Verfahren bei Ausfallterminen, Modalitäten bei Unterbrechung bzw. vorzeitiger Beendigung des Counseling) enthalten. Für Kurse gelten die Ausschreibungen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

Der Counselor obliegt der Schweigepflicht und dem gesetzlichen Datenschutz, an die er auch nach Beendigung des Vertrages gebunden ist.

Der Counselor informiert Teilnehmende oder Klienten über das Vorgehen in seiner leitenden, begleitenden oder beratenden Tätigkeit und über die Möglichkeiten und Grenzen der angebotenen Leistung.

Sofern Klienten nicht in der Lage oder bereit sind, den Vertrag einzuhalten, muss der Vertrag gemeinsam überprüft und gegebenenfalls vom Counselor gelöst werden. Es hat ein verantwortlicher Abschluss zu erfolgen.

Der Counselor verpflichtet sich, sein Fachwissen und seine Beratungskompetenz zum Wohle und im Interesse der Teilnehmenden und Klienten einzusetzen und keine Teilnehmenden oder Klienten absichtlich oder fahrlässig zu schädigen.

Counselor nützen Teilnehmende und Klienten in keiner Weise aus, insbesondere nicht in finanzieller, persönlicher und emotionaler Hinsicht. Sexuelle Beziehungen zwischen Counselor und Klienten sind untersagt.

Bei übergreifenden Beratungsthemen ist der Counselor verpflichtet, seine Klienten auf weitere Fachleute hinzuweisen.

Counselor üben ihren Beruf in voller Verantwortung gegenüber den Gesetzen des Staates oder Landes aus, in dem sie leben und arbeiten.

Counselor unterlassen Aussagen und Aktivitäten, die andere Counselor persönlich, beruflich und / oder finanziell schädigen. Direkte, persönliche und sachliche Kritik untereinander ist hingegen willkommen.

Der Counselor verpflichtet sich zur kollegialen Supervision, sich durch Seminare, Konferenzen und persönliches Studium weiterzubilden, sowie sich über die Belange des POL-Vereins und Berufsverbandes regelmäßig zu informieren.

Counselor haben die Verantwortung, Kollegen / Kolleginnen zu konfrontieren, wenn sich diese nicht entsprechend der Ethik-Richtlinien verhalten, oder dies dem Vorstand mitzuteilen, damit dieser entsprechend eingreifen kann.