Ergänzende Arbeitsformen

Wir regen die Teilnehmenden an, eigene kreative Wege der Verarbeitung zu finden. Spontan gemalte Bilder, eigene Texte, Tanzen und aus der Situation entwickelte Rituale können Möglichkeiten bieten, Schmerz, Leid, Freude und Glück unmittelbar auszudrücken.
Ergänzende Arbeitsformen sind unter anderem:

Spontanes Malen und Schreiben

Wir folgen – mit Behutsamkeit – beim Betrachten von Bildern den Anregungen zur Bedeutung spontan gemalter Bilder nach Susan Bach, mit denen auch Elisabeth Kübler-Ross in ihren Workshops arbeitete:

Dr. Susan Bach, eine Londoner Analytikerin, die in Zürich bei C. G. Jung studierte, hat herausgefunden, dass spontane Zeichnungen den Zustand der ganzen Person – mit Körper, Seele und Geist - zeigen können und zwar besonders in kritischen Zeiten des Lebens.

Teilnehmende können diese Bilder nutzen, um sich besser kennen zu lernen mit ihren
Schwächen, Ängsten und blockierten Energien - genauso wie mit ihren Fähigkeiten und Stärken.
Zur Orientierung für das Malen von Bildern und das Schreiben eigener Texte bieten wir an

  • die persönlichen Anliegen, die Einzelne mitgebracht haben,
  • das Thema des Seminars,
  • Erlebtes aus der AeP.

Das Besprechen der Bilder und Texte und Berichte von emotionalen Prozessen mit anschließenden Rückmeldungen aus der Gruppe strukturieren mehrere Arbeitsphasen der Innehalten-Seminars.

Meditative Tänze

haben sich als große Bereicherung erwiesen. Es sind Kreistänze, entwickelt von Bernhard und Gabriele Wosien, Friedel Kloke-Eibl, Nanni Kloke, Anastasía Geng u.a..Das Besondere dieser Tänze ist die stetige Wiederholung von - oft ganz einfachen - Schrittfolgen, die meist eine symbolische Bedeutung haben. Diese - im Zusammenklang mit der Musik - rührt Menschen an, kann Freude und Trauer wecken. Das gemeinsame Tanzen fördert das Gemeinschaftsgefühl und die Tragfähigkeit der Gruppe.

Wir bieten Tänze an

  • zu klassischer Musik (von der Renaissance bis zu Mendelssohn),
  • zu geistlicher Musik (von Bach bis Taizé),
  • zu folkloristischer Musik aus vielen Ländern und Kulturen.

So können wir Tänze im Kontakt mit dem Prozess der Gruppe (oft auch mit dem einzelner Teilnehmer) spontan einsetzen. Wir beginnen mit Tänzen unsere Arbeit in der Gruppe und gestalten damit unseren Tagesabschluss.

Einfühlsame Körperübungen

Viele Menschen haben die Erfahrung gemacht, dass dem „Kopf“ ein größerer Wert zuerkannt wird als dem Körper. Die Folge davon ist oft Vernachlässigung des Körpers. Dies beeinträchtigt das Wohlbefinden und macht anfällig für Stress und Krankheit. Die einseitige Beanspruchung in vielen Berufen unterstützt diesen Trend.
Daher ist es uns wichtig, mit Hilfe von einfühlsamen Übungen zur Körperwahrnehmung das Bewusstsein zu wecken, dass wir nicht nur einen Körper „haben“, sondern auch Körper „sind“. Indem wir uns aufmerksam bewegen, erleben wir, was im Augenblick mit uns und in uns geschieht. Bewegungen, die langsam und bewusst ausgeführt werden, lösen Blockaden, verfeinern Bewegungsempfinden und Körperbewusstsein. Anliegen sind:

  • Normalisierung des Körperbildes durch Bewusstmachen von Oberflächen- und Tiefensensibilität,
  • indirekte Regulierung der Atmung,
  • eutonische Haltungs- und Bewegungserziehung.

Das soll dazu führen, dass wir uns auch im Alltag mehr spüren und wahrnehmen. Wir orientieren uns am Bewegungsprinzip der Eutonie (gute Spannung), einer Methode der körperlichen Selbsterfahrung, die von Gerda Alexander entwickelt wurde. Auch andere Formen einfühlsamer Körperarbeit werden verwendet. Wir machen meist eine Übungssequenz am Nachmittag oder Abend.

Meditation

Diese Körperübungen sind eine gute Unterstützung der Sitz- und Gehmeditation, die auch Ungeübte mitmachen können. Dabei geht es um wache Anwesenheit in der Gegenwart, um das Wahrnehmen des Atems und der Körperhaltung. Meditation heißt: Zur Mitte finden - Körper, Geist und Seele in Einklang kommen lassen. Meditation ordnet den Menschen von innen her. Wir bieten die Meditation vor dem Frühstück an.

Umgang mit sinnstiftenden Texten

Wir geben jedem Seminar ein unterstützendes Thema (bei den Innehalten-Seminaren) oder ein Leitthema (bei den Fortbildungs-Seminaren), das Interesse für dieses Seminar wecken soll. Dies verbinden wir mit sinnstiftenden Texten (aus unterschiedlichen Epochen), die wir als Tages- und Besinnungstexte anbieten. Für manche Teilnehmende werden sie zum „roten Faden“ während des Seminars und dienen zur Orientierung weit darüber hinaus.